Mut zur weiblichen Art der Zielerreichung

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# 006 – Mut zur weiblichen Art der Zielerreichung

 

Mutig. Das war kein Adjektiv, das ich mit mir in Verbindung brachte. Wenn dann klug, fleißig oder begeisterungsfähig. Aber nicht mutig. Bei dem Wort „Mutig“ sah ich Freeclimber, Wellenreiter und Löwenbändiger vor mir. Und ich war weder sportlich begabt, noch stürzte ich mich in jedes Abenteuer. Nein ich war Juristin, verbrachte meine Tage mehr unglücklich als begeistert im Büro und traf mich am Wochenende mit Freundinnen, ging spazieren oder las ein gutes Buch. Daran war in meinen Augen nichts Mutiges.

 

Doch dann kam der Tag, an dem ich plötzlich folgende Worte hörte: „Wow, du bist mutig. Das würde ich mich nicht trauen“. Beim ersten Mal lächelte ich noch höflich und dachte mir, dass mich die Person gegenüber wohl nicht richtig kennt. Doch in den darauffolgenden Wochen hörte ich den gleichen Satz noch öfter. Und da begann ich nachzudenken.

 

Was war passiert? Ich hatte mir meinen Kleinmädchentraum erfüllt und war für einige Monate nach New York gegangen. Job in Wien gekündigt, Wohnung aufgelassen, Möbel verkauft, Habseligkeiten in Kisten verpackt und bei meinen Eltern untergestellt, Praktikumsplatz in einer New Yorker Scheidungskanzlei organisiert, Visum beantragt. Und schon saß ich im Flugzeug. Dass dies mutig sein könnte, kam mir überhaupt nicht in den Sinn. Es fühlte sich ganz natürlich an, schließlich schlug mein Herz schon seit vielen Jahren für die Stadt, die niemals schläft.

 

Doch ich hatte etwas getan, das anders war, als „man es eben machte“. Ich hatte mein geordnetes Leben aufgegeben und mir einen Traum erfüllt. Und damit wurde ich in den Augen vieler mutig.

 

Drei Jahre später war ich erneut mutig. Ich machte mich als „Träumeverwirklicherin“ selbständig und gab dafür meinen sicheren Job als Juristin auf. Mit großer Leidenschaft stürzte ich mich in mein Herzensbusiness und nutzte dafür, was ich als Juristin gelernt hatte: analytisches Denken und Durchhaltevermögen. Um 7.00 Uhr in der Früh klingelte mein Wecker und um 23.00 Uhr am Abend klappte ich meinen Laptop wieder zu. Dazwischen tat ich gefühlte 100.000 Dinge. Ich erstellte ein Freebie nach dem anderen, um potentiellen Klientinnen zu zeigen, wie viel ich drauf hatte. Drehte Videos für YouTube, postete auf Facebook, schrieb einen Newsletter, verfasste Blogartikel, veranstaltete Webinare, rief eine Challenge ins Leben, verteilte Flyer, suchte Kooperationspartner und ging auf Netzwerktreffen. Nachdem ich all das in meinen Tag gequetscht hatte, bildete ich mich noch im Bereich Onlinemarketing weiter. Kein Webinar mit dem Titel „So habe ich 30 Klienten in nur 7 Tagen gewonnen“ war vor mir sicher. Ich studierte eine Strategie nach der anderen, die mir alle sicheren Erfolg versprachen. Mit viel Disziplin trieb ich mich immer weiter an.

 

11 Monate lang ging das so. Die Begeisterung für mein Herzensthema „Träume verwirklichen“ war noch genauso groß wie am ersten Tag. Doch ich spürte, wie ich langsam ausbrannte. Das alles war so mühsam! Wie ein Duracell-Häschen arbeitete ich an meinem Ziel, mir mein eigenes erfolgreiches Business aufzubauen.

 

Heute weiß ich, dass ich damals rein auf „die männliche Art der Zielerreichung“ setzte. Diese ist in unserer Gesellschaft überdominant. Wir alle versuchen unsere Ziele mit  Zielstrebigkeit, analytischem Denken, Disziplin, Willensstärke und Durchsetzungskraft zu erreichen. Mein Verstand war dabei König. Ganz viel Tun und mich dabei verschiedenster Tools und Techniken bedienen, stand an der Tagesordnung. „Das macht man eben so“, wenn man ein Ziel erreichen will.

 

Zeit für mich wieder mal mutig zu sein!

 

Von da an setzte ich meine weiblichen Qualitäten ein, um meine Ziele zu erreichen. Nun standen Intuition, Genuss, Verspieltheit, Hingabe und ein liebevoller Umgang mit mir selbst an der Tagesordnung. Meine neue Königin war das Fühlen. Das In-mich-selbst-Hineinfühlen. Was mir gerade gut tut, was der nächste Schritt sein sollte, was mein Bauchgefühl sagt.

 

In der Praxis sieht dies so aus, dass ich meine intuitiven Eingebungen in Facebook-Posts oder Blogartikel verpacke. Ich strich alles von meiner To-do-Liste, was mir keinen Spaß macht. Folge keiner Strategie mehr. Sondern tue nur das, was sich gerade richtig für mich anfühlt. Auch meine Coachingprogramme entwerfe ich rein intuitiv. Meinen Wecker habe ich in Frühpension geschickt und nachdem ich dann aufgestanden bin, wann es mein Körper wirklich will, arbeite ich höchstens drei Stunden am Tag. Die Nachmittage gehören mir, das ist meine Me-Time, in der ich mir Gutes tue und mich verwöhne. Mit Yin-Yoga, Spaziergängen, einem Stück Schokokuchen, Spieleinheiten mit meinen Nichten oder einem kurzen Nachmittagsschläfchen.

 

Heute kann ich es mir gar nicht mehr vorstellen, meine Ziele mit Disziplin und logischen Strategien zu erreichen. Denn ich möchte das Gefühl der Leichtigkeit, das die weibliche Art der Zielerreichung mit sich bringt, nie mehr missen! Also lächle ich bei den Aussagen verschiedenster Motivationstrainer, dass man seine Ziele nur mit viel Arbeit, Anstrengung und Disziplin erreicht, weise in mich hinein. Ich bin lieber mutig und erreiche meine Ziele hingebungsvoll, intuitiv, sinnlich, liebevoll, unbegrenzt, verspeilt, offen, kraftvoll, unwiderstehlich und selbstbewusst.

 

Mein Leben hat sich dadurch komplett verändert! Auf die weibliche Art erfülle ich mir einen Traum nach dem anderen mit spielerischer Leichtigkeit. Und du kannst das auch! Also sei mutig! Mutig, deine Ziele auf die weibliche Art zu erreichen.

 

Alles Liebe,

Deine Kerstin

 

 

Kerstin Wiesauer ist Expertin für weibliche Zielerreichung und unterstützt Frauen dabei, ihre Ziele mithilfe ihrer weiblichen Qualitäten intuitiv, sinnlich und spielerisch leicht zu erreichen. Mehr Infos über sie und ihre Angebote findest du auf ihrer Webseite www.kerstinwiesauer.com.

 

 

 

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